Pflegethemen mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt

Demenz_ist_mehr_als_Vergesslichkeit

Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In Deutschland leben heute ca. 1,2 Millionen Menschen mit Demenz.

Das Thema wird in den nächsten Jahren immer wichtiger, da die demografische Entwicklung dazu führen wird, dass es bis zum Jahr 2050 rund 2,3 Millionen Menschen geben wird, die an Demenz erkranken. Somit wird die Pflege und Betreuung dieser Zielgruppe prospektiv die Herausforderung für die Pflege.

Umso wichtiger ist das Wissen über die Erkrankung »Demenz«, das Kennenlernen von Möglichkeiten der Gestaltung von Räumlichkeiten und Umgebung und das Erkennen der Wichtigkeit von Biografiearbeit.

Herausforderndes_Verhalten_von_Menschen_mit_Demenz

Die Pflege demenziell veränderter Menschen stellt große Herausforderungen an alle, die sich um einen menschengerechten Umgang mit diesem Personenkreis bemühen. Insbesondere werden hohe fachliche und kommunikative Kompetenzen gefordert, wenn die zu betreuenden Menschen ein Verhalten zeigen, welches sich im Zuge ihres Krankheitsverlaufs so stark verändert, dass es als störend und problematisch empfunden wird.

Zielloses Herumwandern, Aggressivität, Schreien oder Apathie sind Verhaltensweisen, die meistens als belastend für Pflegende wie für das gesamte Umfeld empfunden werden. Häufig verbergen sich jedoch hinter diesen Verhaltensweisen Signale, die häufig anders nicht mehr ausgedrückt werden können.

Durch Strategien und Erkennen der »versteckten« Botschaften dieser Verhaltensweisen kann die Handlungskompetenz für eine angemessene Betreuung von Menschen mit Demenz entstehen.

Umgang_mit_dementen_Menschen_in_schwierigen_Situationen_Verhalten_in_Notfallsituationen_und_Deeskalation

Nach Schätzungen sind in der stationären Altenpflege etwa 60 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner an einer Demenz erkrankt. Einige von ihnen zeigen ein sogenanntes herausforderndes Verhalten. Darunter werden Verhaltensweisen wie zum Beispiel ein erhöhter Bewegungsdrang mit »Umherwandern«, lautes Rufen und körperliche Abwehr verstanden, die die in der Pflege und Begleitung Demenzkranker Tätigen oft als sehr belastend empfinden. Viele stehen diesen Verhaltensweisen hilflos gegenüber.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat das Institut für Pflegewissen-chaft und das KDA beauftragt wissenschaftlich fundierte Rahmenempfehlungen zu erarbeiten - einen Rahmen, der die Grundsätze und Kernelemente beschreibt, in dem das konkrete Handeln bei herausforderndem und abwehrendem Verhalten stattfinden soll.

 

Nonverbale_Kommunikation_mit_dementen_Menschen

Eine zufriedenstellende Kommunikation mit demenziell veränderten Menschen kann nur dann gelingen, wenn man nicht nur das nötige Einfühlungsvermögen besitzt, sondern auch weiß, welche sprachlichen Fähigkeiten den Betroffenen im Krankheitsverlauf abhanden kommen.

Menschen mit Demenz kommunizieren mit Fortschreiten der Demenz bevorzugt auf der nonverbalen Signalebene.

Das Seminar erhöht die Sensibilität Pflegender für nonverbale Signale der Betroffenen und vermittelt Kommunikationsstrategien.

Schmerz_und_Demenz_-_Schmerzwahrnehmung_bei_demenziell_veraenderten_Menschen

Aufgrund des Verlustes von sprachlichen Fähigkeiten im Verlauf der Erkrankung »Demenz« sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, Schmerzen verbal zu äußern.

Die Folge ist, dass die Betroffenen häufig nicht ausreichend schmerzlindernd versorgt sind und die Beurteilung der Schmerzerfassung bei Menschen mit Demenz abhängig von der Kompetenz des Erkennens der einzelnen Pflegenden oder der betreuenden Ärzte ist.

Ziel dieses Seminars ist es, pflegerische Maßnahmen zur Schmerzerkennung besonders bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind, zu erlernen.

Integrative_Validation_-_Ein_neuer_Weg_zum_Verstaendnis_dementer.

Validation wurde in den 60er Jahren von Naomi Feil entwickelt. Grundlage für die Entwicklung dieser Theorie waren jahrelange Erfahrungen im Umgang mit alten desorientierten Menschen sowie wissenschaftliche Studien und Praxiserfahrungen.

Validation basiert auf der Annahme, dass hinter allem Verhalten eine Ursache steht. Es ist kein Rezept für jede Situation, sondern eher eine Palette von Angeboten im Umgang mit alten, chronisch verwirrten Menschen. Validation heißt, die im Verhalten liegenden Gefühle zu verstehen.

Jemanden validieren heißt, seine Gefühle anzuerkennen, ihm zu sagen, dass seine Gefühle wahr sind. Diese Kommunikationstechnik zielt darauf ab, u.a. das Selbstwertgefühl und Wohlbefinden wiederherzustellen, Stress zu reduzieren und den Rückzug in das Vegetieren zu verhindern.

 

Ernaehrung_bei_gerontopsychiatrisch_veraenderten_Menschen

Die Studien des MOS und die zahlreichen Veröffentlichungen in der Fachpresse haben noch einmal die Aufmerksamkeit auf den häufig unzureichenden Ernährungszustand von Bewohnern und Bewohnerinnen in den Einrichtungen der Altenhilfe gerichtet. Eine besondere Problematik ergibt sich bei den Pflegebedürftigen, die aufgrund gerontopsychiatrischer Erkrankungen weder in der Lage sind, sich selbst ausreichend mit Flüssigkeit und Nahrung zu versorgen noch die Möglichkeit haben ihre entsprechenden Bedürfnisse mitzuteilen.

Pflegende müssen daher über das notwendige Fachwissen, Bewusstsein, die Sensibilität, das Beobachtungsvermögen und die Fachlichkeit zur Erhebung des Ernährungs- und Flüssigkeitszustandes verfügen. um die Ernährung und Flüssigkeitsversorgung gerontopsychiatrisch veränderter Bewohner und Bewohnerinnen sicherzustellen.

Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme anzuregen, sicherzustellen, zu unterstützen und zu dokumentieren. Berücksichtigung finden die Anforderungen der Qualitätssicherung nach den §§112, 114 SGB XI in der stationären Pflege und die Grundsatzstellungnahme zur »Ernährung- und Flüssigkeitsversorgung alter Menschen« des MDK.

 

Pflegeplanung_und_Dokumentation_als_Bestandteil_einer_gerontopsychiatrischen_Konzeption

In Anbetracht der zunehmenden Zahl gerontopsychiatrisch Erkrankter besteht die dringende Notwendigkeit, in der gerontopsychiatrischen Pflege und Betreuung neue Konzepte zu entwickeln, schriftlich zu formulieren und tatsächlich in die Praxis umzusetzen. Parallel dazu muss eine Pflegeplanung und Dokumentation, die insbesondere auch den gerontopsychiatrischen Pflege- und Betreuungsbedarf sichtbar macht, diesen Prozess begleiten. Vorhandene Dokumentationssysteme sollten geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.

Dies trägt nicht nur zur Qualitätssicherung bei, sondern durch schlüssige gerontopsychiatrische Pflegekonzepte, die den pflegerischen Aufwand in diesen Bereichen deutlich machen, auch zu einer möglichen Erhöhung der Pflegesätze. Die Richtlinien des MDK formulieren sogar die Notwendigkeit, eine über die normalen Zeitkorridore hinausgehende Vergütung gewähren zu müssen, wenn dies u. a. auch durch gerontopsychiatrisch orientierte Pflegeplanung, Pflegeberichte, Standards und Konzepte dokumentiert und sichtbar wird. Dies hat letztlich Auswirkungen auf die Pflegestufen und Personalbesetzung. Nur motivierte und gut geschulte Mitarbeiter können die vor uns stehenden Aufgaben bewältigen.

 

Grundlagen_der_Gerontopsychiatrie_-_Auffrischung_von_aktuellem_gerontopsychiatrischem_Fachwissen

Bis zu 80 % der zu Betreuenden in Einrichtungen der Altenhilfe sind heute in unterschiedlichem Ausmaß psychisch, psychiatrisch und neurologisch erkrankt. Viele leiden unter Demenzen, depressiven Störungen, schizophrenen Psychosen oder Abhängigkeitserkrankungen.

Nicht nur in Einrichtungen der Gerontopsychiatrie, sondern zunehmend in fast allen Bereichen der Altenhilfe benötigen die Betreuer spezielle fachliche Kompetenzen, Kenntnisse über Krankheitsbilder und deren Symptome sowie über therapeutische Maßnahmen als Anleitung zum konkreten Vorgehen am Bewohner.

Die Anforderungen an die Qualität der Betreuung und die Bedürfnisse der zu Betreuenden wachsen dabei ständig. Die Mitarbeiter sind täglich neuen Belastungen ausgesetzt.

10-Minuten-Aktivierung_nach_Ute_Schmidt_Hackenberg_-_ein_Konzept_zur_Betreuung_demenziell_Erkrankter

Die »10-Minuten-Aktivierung« ist speziell für Menschen mit Demenz entwickelt, um körperlich sowie geistig zu aktivieren und die Sinne anzuregen. Im besonderen Maße wird die Erinnerungsarbeit genutzt. Diese Vorgehensweise kann zu einer regelrechten Erinnerungsreise werden.

Diese Methode wurde Anfang der 90er Jahre entwickelt und wird seit dem in vielen Pflegeeinrichtungen praktiziert. Ausgehend von den Erkenntnissen der Altersforschung, dass Menschen mit Demenz sich nur begrenzte Zeit konzentrieren können, wurde die »10-Minuten-Aktivierung« entwickelt.

Dieses Konzept ist sowohl als Gruppenangebot, wie auch in Einzelbetreuung einsetzbar. Es ist besonders geeignet, den Heimbewohnern Anreize für abwechslungsreiche Aktivitäten zu geben, Vereinsamung zu begegnen und die Gemeinschaft zu fördern. Das Einzelangebot der »10-Minuten Aktivierung« richtet sich an Bewohner, die aufgrund kognitiver Defizite, Einschränkungen in der Mobilität oder anderer Handicaps nicht an Gruppenangeboten teilnehmen können.

 

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B.I.S. Bildung im Sozialwesen

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Unsere Angebote

  • Weiterbildung:"Palliativ Care/Palliativpflege"
  • Nachqualifizierung: Altenpfleger/-innen (SGBV)
  • Seminar: Kinästhetik in der Pflege
  • u.v.m.

Wir halten Individuelle Buchungsmöglichkeiten für Sie bereit um Ihnen ideale Voraussetzungen für eine spezifische Veranstaltungsplanung zu schaffen

1. Buchen Sie die Veranstaltung in unserem Haus! Hierfür steht Ihnen unser Seminarraum in Haltern am See zur Verfügung! Die Kosten pro Teilnehmer können Sie aus der Liste auf der linken Seite entnehmen.

2. Wir kommen gerne auch zu Ihnen! Buchen Sie Ihre Veranstaltung und lassen Sie diese direkt bei Ihnen im Haus durchführen. Die Kostenpauschale hierfür können Sie unseren AGB's entnehmen oder per Kontaktaufnahme mit uns.

 

Demnächst startende Seminare bei uns im Hause

 

Seminar: Rezertifizierung - Für Wundexperten nach ICW / TÜV
Thema hier: Von der Diagnostik zur Therapie / UCV und DFS
Zertifizierung mit 8 Fortbildungspunkten
(Seminarnummer ICW/TüV: 2019-R-1003 )
Am 06.11.2019
(9:00 - 17:00 Uhr)
Dozentin: Frau Ulrike Wesenberg
Preis pro TeilnehmerIn:
105,- Euro brutto wie netto

Seminar: Basic-Führungskompetenz
Am 08.11.2019
(09.30 – ca. 14.30 Uhr)
160,- Euro zzgl. MwSt. pro TeilnehmerIn

Seminar: Rezertifizierung - Für Wundexperten nach ICW / TÜV
Thema hier: Wundbeurteilung und Dokumentation
Zertifizierung mit 8 Fortbildungspunkten
Am Di, 28.01.2020; ab 9:00 - 17:00 Uhr
Dozent: Herr Björn Jäger
Preis pro TeilnehmerIn:
109,- Euro brutto wie netto

Seminar: Betriebswirtschaft in der Pflege
amb. und stat. – für leitende MitarbeiterInnen
Am Fr, 13.03.2020
(09.30 – 14.30 Uhr)

95, Euro zzgl. MwSt. pro TeilnehmerIn

Seminar: Personalmanagement in der Pflege
amb. und stat. – für leitende MitarbeiterInnen
Am Fr, 19.06.2020
(09.30 – 14.30 Uhr)

95, Euro zzgl. MwSt. pro TeilnehmerIn

Seminar: Rezertifizierung - Für Wundexperten nach ICW / TÜV
Thema hier: Wundbeurteilung und Dokumentation
Zertifizierung mit 8 Fortbildungspunkten
Am Do, 03.09.2020; ab 9:00 - 17:00 Uhr
Dozent: Herr Björn Jäger
Preis pro TeilnehmerIn:
109,- Euro brutto wie netto

Seminar: Pflegevisite - ein Instrument der Qualitätssicherung   
amb. und stat. – für leitende MitarbeiterInnen
Am Fr, 04.09.2020
(09.30 – 14.30 Uhr)
95, Euro zzgl. MwSt. pro TeilnehmerIn

Pflicht-SEMINAR: Für PraxisanleiterInnen
24-stündige berufspädagogische Fortbildung nach § 4 Abs. 3 Satz 1 der PflAPrV

(amb. und stat.)
29.09.; 30.09.; 01.10.2020
je von 09.00 bis 17.00 Uhr
(weitere Infos auf Anfrage)
Preis pro TeilnehmerIn:
195,- Euro brutto wie netto